Unsere Marien-Glocke

Wo uns die Hl. Maria in unserer Pfarrgemeinde überall begegnet...

Marienglocke Relief (c) Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum
Marienglocke Relief
So 17. Mai 2020

Im Turm der Hinsbecker Pfarrkirche befinden sich vier Glocken: Die Marienglocke von 1514, die Josefsglocke von 1950, die Antoniusglocke von 1950 und die Petrusglocke von 1992.

Die historisch wertvollste ist die aus der alten Kirche übernommene Marienglocke mit der Tonlage „e“. Sie hat einen unteren Durchmesser von 1,33 Metern, eine Höhe von 1,30 Metern und ein Gewicht von 1450 Kilogramm. Sie entstand in der Werkstatt von Johann van Straelen und Gerhard van Venlo, in der auch 100 Jahre vorher das Taufbecken entstand. Außer dem Text in gotischer Minuskelschrift trägt die Glocke das Bild der Kreuzigungsszene mit Lanze und Essigschwamm und ist mit einem „Venloschen“ Palmettenfries verziert. Die Übersetzung der Inschrift lautet: „Ich bin die allerseligste Jungfrau benannt. Johannes von Straelen und Gerhard van Venlo gossen mich im Jahre 1514.“

Die Hinsbecker Glocken, darunter auch die Marienglocke, wurden also 1942 eingezogen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden sie auf einem „Glockenfriedhof“ in Hamburg gefunden und zurückgebracht, Doch nur die Marienglocke wurde weiterverwendet und blieb damit als historischer Schatz in Hinsbeck erhalten. (Text: Heinz Koch)