In einem feierlichen und stimmungsvollen Gottesdienst wurde am Sonntag in der Pfarrkirche St. Sebastian ein bedeutender Schritt für das kirchliche Leben in Nettetal begangen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, was Pfarrer Benedikt Schnitzler sichtlich erfreute.
Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Schnitzler zwei besondere Ehrengäste: Schwester Lumena und Schwester Rosita, Missionarinnen der Nächstenliebe aus dem Orden der heiligen Mutter Teresa. Ihre Anwesenheit unterstrich die besondere Bedeutung dieses Tages, an dem die neue Pfarrgemeinde offiziell den Namen „Heilige Mutter Teresa Nettetal“ erhielt.
Musikalisch wurde der Festgottesdienst eindrucksvoll gestaltet von einem großen Chor, der sich aus Sängerinnen und Sängern aller Nettetaler Ortsteile zusammensetzte. Die musikalische Leitung lag bei Achim Bruns, Barbara Gebauer und Sara Scherger. An der großen Orgel begeisterte Professor Wolfgang Seifen mit seinem virtuosen Orgelspiel. Ein besonderes musikalisches i-Tüpfelchen setzten zudem zwei Trompeter des Leuther Pfarrorchesters.
In seiner Predigt erläuterte Pfarrer Schnitzler die Entstehung und Bedeutung des neuen Namens der Pfarrgemeinde. Von den ersten Überlegungen über die Verbundenheit der Heiligen mit Nettetal bis hin zur heutigen Entscheidung spannte er den Bogen. Das Leben und Wirken der heiligen Mutter Teresa sei geprägt gewesen von bedingungsloser Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und dem Einsatz für die Ärmsten der Armen. Diese Werte, so Schnitzler, sollen Vorbild und Auftrag für die neue Pfarrgemeinde sein.
Ein symbolträchtiger Moment des Gottesdienstes war die Segnung von sieben Kerzen, die die bisherigen Pfarrgemeinden Nettetals repräsentierten. Die Kerzen wurden an Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden überreicht. Pfarrer Schnitzler betonte dabei, dass die neue Pfarrgemeinde nicht das Ende gewachsener Strukturen bedeute. Vielmehr seien die Menschen weiterhin eingeladen, sich in ihren jeweiligen „Orten von Kirche“ mit ihren Charismen einzubringen und das kirchliche Leben aktiv mitzugestalten.
Zum Abschluss des Gottesdienstes richtete Pfarrer Schnitzler Dankesworte an alle Mitwirkenden. Für eine besondere Überraschung sorgte anschließend der ehemalige Nettetaler Pfarrer Günter Puts. Er pflegt ein ungewöhnliches Hobby und sammelt Autogramme. Zu seiner Sammlung gehört auch eine Originalunterschrift von Mutter Teresa – ein außergewöhnliches Zeugnis, das Puts der neuen Pfarrgemeinde als Geschenk überreichte.
Der Festgottesdienst machte deutlich: Die neue Pfarrgemeinde „Heilige Mutter Teresa Nettetal“ startet mit einem starken Zeichen der Gemeinschaft, des Glaubens und der gelebten Nächstenliebe in die Zukunft.